Ehrung für 25 Jahre Prädikantendienst

v.l.n.r: Prädikant Hans Schneider, Dekan Traugott Mack, Prädikant Roland Polonio

 Roland Polonio und Hans Schneider sind seit 25 Jahren als ehrenamtliche Prädikanten in der evangelischen Landeskirche in Württemberg tätig.

Hierfür wurden die beiden Neckarsulmer Protestanten von Dekan Traugott Mack im Gottesdienst zur Eröffnung der Bezirkssynode in der St. Nikolauskirche in Neuenstadt geehrt. Roland Polonio, pensionierter Ingenieur, und Hans Schneider, Gymnasiallehrer, haben im letzten Vierteljahrhundert jeweils knapp 500 Gottesdienste in den Gemeinden im Kirchenbezirk Neuenstadt gehalten.

Der Dienst als Prädikant ist vor allem dann gefragt, wenn ein Pfarrer krank, durch Urlaub oder andere Dienste verhindert oder eine Pfarrstelle nicht besetzt ist. Roland Polonio ist darüber hinaus mit der regelmäßigen Feier der Gottesdienste im Seniorenheim in Amorbach beauftragt.

 Prädikantinnen und Prädikanten sind aber nicht nur „Ersatzleute“ für die Pfarrer. Dekan Mack betonte in seiner Laudatio, dass es für die evangelische Kirche wichtig sei, dass auch geeignete Nicht-Theologen wie Polonio und Schneider am Verkündigungsauftrag der evangelischen Kirche beteiligt werden. Sie können die gewohnte Verkündigung mit ihren Gaben ergänzen.

 Da die Prädikantinnen und Prädikanten Anteil am öffentlichen Verkündigungsauftrag der Kirche haben, kann sich niemand selbst zur Prädikantenausbildung anmelden, um dann seine Dienste anzubieten. Es gilt das Prinzip der Berufung durch die Gemeinde. Die Ausbildung zum Prädikantendienst dauert ca. 15 Monaten.

Auf den Spuren Martin Luthers

Teilnehmer des Gemeindeausflugs 2017 nach Heidelberg, vor der Heilggeistkirche



Es gibt nur eine Stadt in Baden-Württemberg, die der Reformator Martin Luther persönlich besucht hat: Heidelberg. Grund genug für die Martin-Luther-Kirchengemeinde Neckarsulm, den Gemeindeausflug im Reformations-Jubiläumsjahr 2017 dorthin zu machen.
Auf der Fahrt nach Heidelberg wurden die Teilnehmer von Pfarrer Dieter Steiner anhand von Luthers Friedenslied „Verleih und Frieden gnädiglich“ in die Zeit der Reformation und die Theologie Luthers eingeführt.
Martin Luthers Reise nach Heidelberg im April 1518 war sein erster theologischer Auftritt außerhalb Wittenbergs nach der Veröffentlichung seiner 95 Thesen am 31. Oktober 1517. Er folgte der Einladung des Augustinerordens zur Disputation und verteidigte dabei die Grundgedanken seiner neuen Theologie. Viele Theologieprofessoren und Augustinermönche lehnten seine Thesen ab. Zuspruch fand Luther aber bei den jungen Studenten. Darunter auch der 19jährige Johannes Brenz, der später zum Reformator Schwäbisch Halls und Württembergs wurde. Die knapp 40 Ausflugsteilnehmer kamen bei einer Führung an den Stätten vorbei, an denen Luther sich aufhielt. Nach dieser „Luther-Tour“ durch die Altstadt Heidelbergs, erholte sich die Reisegruppe beim Mittagsgebet in der Heiliggeistkirche von der großen Hitze. Nach dem Mittagessen erkundeten die Teilnehmer Heidelberg auf eigene Faust. Der Besuch des Heidelberger Schlosses und ein kühles Plätzchen in einem Café wurden von den meisten bevorzugt. Die Rückfahrt nach Neckarsulm erfolgte am Neckar entlang.

Heiße Musik auf der Kirchenterrasse

Das Salonorchester

Die Kirchenterrasse war gut gefüllt

Gute Laune bei den Zuhörern

"Das war eine tolle Veranstaltung – es war nur zu warm!"Darin waren sich alle einig, die beim Jazz auf der Kirchenterrasse der Martin-Luther-Kirche in Neckarsulm dabei waren: die 16 Musiker des Neckarsulmer Salonorchesters mit ihrem Chef Andreas Benz und die ca. 90 Gäste, die der Einladung der Gruppe 60plus gefolgt waren.

Aber wenn alles andere stimmt, kann man sich ja gegen die Sonne schützen- und wenn nicht genügend Sonnenschirme da sind, nimmt man halt Regenschirme. Und alles andere stimmte:  Das Salonorchester machte wunderschöne Musik: fast drei Stunden spielten sie „heiße“ Tanz und Unterhaltungsmusik aus den 20er, 30er und 40er Jahren, Swing, Walzer und Filmmelodien.  Und die Gäste fühlten sich wohl,  genossen die traditionelle Erdbeerbowle und die Weißwürste mit Rettich und Käsewürfel mit Tomaten, unterhielten sich in den Pausen mit Freunden, Nachbarn, aber auch Fremden, die sie trafen. Und wenn die Musik so richtig mitriss, dann sangen und schunkelten sie auch schon mal mit.

Pfarrer Dieter Steiner dankte dem Orchester  mit einem kleinen Präsent und der Gruppe 60plus für die Organisation. Und als dann als Zugabe: ‚Mein kleiner grüner Kaktus’ gespielt wurde, waren sich alle einig: Da gehen wir im nächsten Jahr wieder hin – egal wie das Wetter ist.   

Brathering, Getreidebrei und Nonnenfürzchen

Die beiden Initiatorinnen des Luther-Abends, Erika Sinderhauf und Erika Polonio; Foto: Dieter Steiner

 Die Gruppe 60plus der Martin-Luther-Gemeinde Neckarsulm hatte am 19. April 2016 zu einem kulinarischen Abend in den Melanchthon-Saal der Martin-Luther-Kirche eingeladen. Nahezu siebzig Männer und Frauen nahmen an den mit roten Rosen und Kerzen dekorierten Tafeln Platz, um sich von Erika Sinderhauf und Erika Polonio zurück in die Zeit Martin Luthers vor etwa 500 Jahren entführen zu lassen.

Kurzweilig informierten die beiden mit Hilfe von Bildern über Ess- und Trinkgewohnheiten, über Tischsitten und Gebräuche und über die Möglichkeiten der Essenszubereitung im ausgehenden Mittelalter. Eingebettet war dies in Erzählungen und Berichte über das Leben von Katharina von Bora, ihre Heirat mit Martin Luther und über ihr Wirken im Schwarzen Kloster von Wittenberg, dem Zuhause der Luthers.

Die Berichte wurden jeweils von Speisen begleitet, wie sie auch Katharina von Bora ihrer Familie und den Gästen im Hause Luther vorgesetzt hatte. Dabei konnten die Besucher in sechs Gängen zum Beispiel das Essen der armen Bevölkerung kosten, indem ihnen zunächst ein Getreidebrei serviert wurde. Luthers Lieblingsessen, nämlich Brathering auf Erbsenpüree und Roggenbrot, durfte natürlich nicht fehlen. Erstaunlich schmeckte die Gewürz-Mandelsoße zur gebratenen Hühnerbrust.

Was so täglich an der Tafel Luthers geredet wurde, konnte man an Hand von 50 auf den Tischen ausgelegten Lutherzitaten nachempfinden, und bald hatte jeder seinen Lieblingssatz gefunden. Dazu konnte an herzhaft gefüllten Reformationsbrötchen geknabbert werden.

Als süßer Nachtisch wurden Nonnenfürzchen und Arme Ritter verkostet und auch einen  süßen Gewürzwein ließ man sich schmecken. 

Die Gäste dankten den beiden Hauptverantwortlichen Erika Sinderhauf und Erika Polonio und den ehrenamtlichen Helferinnen nach drei eindrücklichen Stunden mit großem Applaus. Die Verbindung von Essen wie zu Luthers Zeiten und passenden Geschichte war überaus gelungen - darin waren sich alle Besucher einig. Ein Abend, der neugierig macht auf das 500jährige Reformationsjubiläum 2017.

Crashkurs für neue Mitarbeiter des CVJM-Zeltlager

Teilnehmer und Referenten des Kurses

Am 23. April 2016 fanden sich in der Martin-Luther-Kirche in Neckarsulm über 20 Jugendliche ein, um für das bevorstehende Zeltlager des Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) Neckarsulm in Hollerbach bei Buchen einen Crashkurs für Freizeitmitarbeiter zu absolvieren. Bei den Anwesenden handelte es sich überwiegend um Konfirmanden und Jugendmitarbeiter des Vereins, die zum ersten Mal auf dem Zeltlager dabei sein werden.

Aufgrund erhöhter Anforderungen durch Politik und Gesellschaft legt der CVJM Neckarsulm großen Wert darauf, dass alle Mitarbeiter, bevor sie auf einer Freizeit des Vereins mitwirken, eine entsprechende Jugendleiter-Schulung durchlaufen haben. Dafür wurden zwei Hauptamtliche des Evangelischen Jugendwerk Bezirk Neuenstadt (ejn) angefragt. Auf dem Tagesplan standen verschiedenste Themen, vom Umgang mit Schutzbefohlenen, schwierigen Kindern und Konfliktmanagement. Dabei wurden die verschiedenen Inhalte in Kleingruppen vertieft. Dafür bekam jede Gruppe von den beiden Jugendreferenten Magdalena Gröninger und Jürgen Diether eine Problemstellung, zu der es einen passenden Lösungsansatz zu finden galt, welcher im Anschluss dem Plenum, mit viel schauspielerischem Pathos, präsentiert wurde. Einen weiteren wichtigen Teil des Kurses stellte die praktische Umsetzung der Arbeitshilfe „Menschenskinder, ihr seid stark“ des Evangelischen Jugendwerk in Württemberg dar. Hierbei wurde das Thema sexuelle Gewalt thematisiert. Anstatt das traurige Thema zu tabuisieren und den Mantel des Schweigens darüber auszubreiten wird das klare Nein, zu sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen, deutlich formuliert. So sollen die angehenden Mitarbeiter das eigene Verhalten, bereits im Vorfeld der Freizeit, reflektieren und gegenüber dem heiklen Themenkomplex sensibilisiert werden. Damit setzten der CVJM Neckarsulm und das Evang. Jugendwerk Bezirk Neuenstadt die freiwillige Selbstverpflichtung aller CVJM und Jugendwerke in Württemberg um.

Zur Halbzeit der Veranstaltung gab es ein leckeres Mittagessen, das unter tatkräftiger Mitarbeit und Anleitung des Vereinsvorstand Wolfgang Schulz persönlich zubereitet wurde. Schon hier konnte man den Teamspirit spüren, der die Zeltlager des CVJM Neckarsulm jedes Jahr zu etwas ganze Besonderem werden lässt. Damit sind die neuen Mitarbeiter gut gerüstet und können wohlgemut, vom 17. - 19. Juni 2016, nach Hollerbach aufbrechen, wo sich in diesem Jahr das Zeltlager zum zehnten Mal jährt und garantiert wieder ein Programm auf die Teilnehmer wartet, dass Kinderaugen erstrahlen lässt.

MLK feierte 30jähriges Jubiläum

„In Gottes Haus sind offene Türen“, so lautete das Motto des Festes, das aus Anlass des 30. Kirchenjubiläums am 9. November 2014 gefeiert wurde. Schön, dass so viele durch unsere offene Tür gekommen sind. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Martin-Luther-Kirche wurden im Gottesdienst Gemeindeglieder geehrt, die seit Bestehen der MLK aktiv mitarbeiten, die neue Altarbibel wurde eingeweiht, ehemalige Ki-Ki-Band-Mitglieder sangen gemeinsam das Lied, das dem Fest als Motto diente. Und wie vor 30 Jahren bei der Einweihung wirkten Kirchenchor und Posaunenchor mit. Die Kinderkirche freute sich über den besten Besuch seit langem.

Der Andrang der Besucher beim Mittagessen war so groß, dass kurzfristig sogar die Plätze ausgegangen sind. Ein Lob an das Küchenteam, das Eintopf und Pizzaweckle so reichlich vorbereitete, dass alle satt wurden. Außerdem gab es noch viele leckere Kuchen, darunter Jubiläumstorten und landestypisches Gebäck aus der Heimat der Flüchtlingsfamilien, die mit fast 20 Personen am Fest teilnahmen.

Nachmittags trat die Männergruppe als Gospelchor mit Band auf, Herr Ramazani spielte auf seiner iranischen Laute, der Arbeitskreis Asyl stellte die Familien aus der Flüchtlingsunterkunft vor, die Konfirmanden eröffneten ihre Bibelausstellung und verkauften fair gehandelte Waren, Kinder konnten ein Windspiel basteln und Flaggen aus den Herkunftsländern der Flüchtlingsfamilien malen. Generationenübergreifend wurde begeistert bei „Wer wird Biblionär?“ mitgerätselt.

Ein ruhiger Abendgottesdienst und ein Lagerfeuer mit Folienkartoffeln auf der Kirchenterrasse rundeten das Fest ab. Viele genossen abends noch das gemeinsame Konzert von Pop- und Gospelchor und Scouts in St. Johannes

Das Gottesdienstopfer und der Festerlös in Höhe von fast 800 Euro gingen an den Arbeitskreis Asyl unserer Kirchengemeinde.

Dieser Tag hat wieder einmal gezeigt, dass unsere Martin-Luther-Kirche ein lebendiger und für alle offener Ort der Begegnung ist.

Kirchengemeinderat ins Amt eingeführt

Dank an Jürgen Schweikle und Klaus Berreth

Verpflichtung der Kirchengemeinderäte

Der neue Kirchengemeinderat von links nach rechts: Barbara Halter, Peter Hägele, Ulrike Barth, Juan Moya, Birgit Bauder, Christian Polonio, Erika Sinderhauf, Dieter Steiner, Margit Hansen. (Auf dem Bild fehlt Volker Boestfleisch)

Im Gottesdienst am Sonntag, 12. Januar 2014 verpflichtete Pfarrer Dieter Steiner die gewählten Kirchengemeinderäte für die nächsten sechs Jahre und dankte gleichzeitig den beiden ausscheidenden Kirchengemeinderäten Klaus Berreth und Jürgen Schweikle für die in der vergangenen Periode geleistete Arbeit.

Neuer Kirchengemeinderat wurde gewählt

Ergebnis Kirchengemeinderatswahl am 1. Dezember 2013 in der Martin-Luther-Kirchengemeinde:

Zu wählen waren 9 Kirchengemeinderäte. Es stellten sich 10 Kandidaten zur Wahl. Gewählt wurden:

  1. Margit Hansen (661 Stimmen)
  2. Christian Polonio (469 Stimen)
  3. Peter Hägele (443 Stimmen)
  4. Barbara Halter (391 Stimmen)
  5. Ulrike Barth (362 Stimmen)
  6. Erika Sinderhauf (353 Stimmen)
  7. Volker Boestfleisch (349 Stimmen)
  8. Juan Moya (332 Stimmen)
  9. Birgit Bauder (318 Stimmen)

Nicht gewählt wurde: Jürgen Schweikle ( 316 Stimmen)

Wahlberechtigte: 2042

Wähler: 475 (davon Briefwähler 303)

Die Wahlbeteiligung lag bei 23,26%.